In Winniza (ukrainisch: Winnyzja) am südlichen Bug erinnern mehrere Denkmale an die 1941 und 1942 von deutschen Einsatzgruppen ermordeten Juden der Stadt.
Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in Winniza etwa 33.000 Juden. Die deutsche Wehrmacht besetzte die Stadt am 19.7.1941. Zuvor hatten ungefähr 17.000 Juden aus Winniza fliehen können. Zusammen mit der Wehrmacht rückten Verbände der Einsatzgruppe C ein. Wenig später errichteten die Besatzer ein Ghetto für die jüdische Bevölkerung von Winniza. Im September 1941 erfolgten die ersten Massenerschießungen in Winniza: Das Polizeibataillon 304 erschoss am 5. September 1941 2.200 Juden, die Polizeibataillone 45 und 314 erschossen mindestens 18.000 Juden am 19. und 20. September. Ende 1941 wurde das Gebiet für »judenfrei« erklärt. Doch unzählige jüdische Facharbeiter aus Winniza und Umgebung mussten bis 1942 Zwangsarbeit beim Bau des Führerhauptquartiers »Wehrwolf« in der Nähe der Stadt leisten. Von ihnen wurden viele von der SS erschossen. Diejenigen, die die Selektionen überlebten, wurden in Arbeitslager deportiert.
Eine genaue Zahl der Opfer kann für Winniza nicht angegeben werden. Auch die Tatzeitpunkte und die beteiligten Dienststellen konnten nicht in allen Fällen ermittelt werden. Schätzungen zufolge wurden in Winniza mindestens 20.000 Juden ermordet, nach Angaben der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem sogar bis zu 26.000.
In Winniza und Umgebung gibt es mehrere Denkmale zur Erinnerung an die ermordeten Juden der Stadt.
- Name
- Pamjatniki ubitym ewrejam Winnizji
- Telefon
- +380 432 523 374
- Fax
- +380 432 523 374
- Web
- http://www.jewish.vinnitsa.com
- jewish@vinnitsa.com
- Öffnungszeiten
- Die Denkmale sind jederzeit zugänglich




