Den Gedenkstein »Tor des jüdischen Ghettos Panevėžys« errichtete die Jüdische Gemeinde von Panevėžys (deutsch auch: Ponewjesch) 1993. Er wurde an der Stelle aufgestellt, an der sich 1941 der Eingang zum Ghetto befand.
1939 zählte die jüdische Gemeinde von Panevėžys, einer Stadt im Norden Litauens, ungefähr 6.800 Mitglieder. Sie galt als die zweitgrößte im damals unabhängigen Litauen.
Die traditionsreiche jüdische Selbstverwaltung »Kahal« unterhielt zwölf Gebetshäuser und Synagogen, jeweils ein Gymnasium für Mädchen und Jungen, ein eigenes Krankenhaus, Bibliotheken, soziale Hilfsorganisationen sowie die kulturelle Vereinigung »Kneset Israel«.
Kurz nach dem Einmarsch der deutschen Einheiten in Panevėžys am 26. Juni 1941 ordnete die SS die Errichtung eines Ghettos an. Die Juden aus der Stadt sowie aus den umliegenden Dörfern mussten bis zum 11. Juli 1941 in das Ghetto umziehen. Das Ghetto wurde von litauischer Polizei im Auftrag der SS bewacht.
Auf engstem Raum lebten dort bis zu 8.000 Menschen zusammen. Bereits nach vierzig Tagen liquidierte die SS das Ghetto. Seine Bewohner erschoss das deutsch-litauische »Rollkommando Hamann« der SS zusammen mit litauischen Hilfskräften innerhalb kurzer Zeit in den angrenzenden Wäldern Pajoustė und Žalioji giria.
Die traditionsreiche jüdische Selbstverwaltung »Kahal« unterhielt zwölf Gebetshäuser und Synagogen, jeweils ein Gymnasium für Mädchen und Jungen, ein eigenes Krankenhaus, Bibliotheken, soziale Hilfsorganisationen sowie die kulturelle Vereinigung »Kneset Israel«.
Kurz nach dem Einmarsch der deutschen Einheiten in Panevėžys am 26. Juni 1941 ordnete die SS die Errichtung eines Ghettos an. Die Juden aus der Stadt sowie aus den umliegenden Dörfern mussten bis zum 11. Juli 1941 in das Ghetto umziehen. Das Ghetto wurde von litauischer Polizei im Auftrag der SS bewacht.
Auf engstem Raum lebten dort bis zu 8.000 Menschen zusammen. Bereits nach vierzig Tagen liquidierte die SS das Ghetto. Seine Bewohner erschoss das deutsch-litauische »Rollkommando Hamann« der SS zusammen mit litauischen Hilfskräften innerhalb kurzer Zeit in den angrenzenden Wäldern Pajoustė und Žalioji giria.
Zwischen Juni 1941 und 1944 ermordeten deutsche und litauische SS-Angehörige annähernd 13.500 Juden aus der Region um Panevėžys, größtenteils bei Massenerschießungen. Ungefähr 8.000 von ihnen stammten aus dem Ghetto Panevėžys. Allein am 23. August 1941 kamen nach Angaben der SS 7.523 Juden gewaltsam zu Tode. Die jüdische Gemeinschaft von Panevėžys und die Spuren ihres Lebens wurden ausgelöscht.
Der Gedenkstein stellt symbolisch den Eingang des ehemaligen Ghettos dar. Auf dem Granitstein ist der Grundriss des Ghettogeländes eingraviert. Seine auf Jiddisch und Litauisch gehaltene Inschrift lautet: »An dieser Stelle existierte vom 7. Juli 1941 bis zum 17. August 1941 ein jüdisches Ghetto.«
Der Bildhauer dieses Denkmals ist V. Zigas.
Der Bildhauer dieses Denkmals ist V. Zigas.
- Name
- Panevėžio žydų geto vartų paminklas
- Adresse
-
Klaipėdos g. / Krekenavos g.
35211 Panevėžys - Telefon
- +370 (8) 45 435295
- genavta@yahoo.com
- Öffnungszeiten
- Der Gedenkstein ist jederzeit zugänglich.



